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Keine Zeit für Arbeit, das Türchen vom Adventskalender klemmt.

Die Adventszeit ist angesagt und da soll kein Platz für Work-Life-Balance sein?

Das Tagesgeschäft legt sich wie ein Schatten über uns und manchmal denke ich mir, dass wir wie Roboter funktionieren. Da brauchen wir gar nicht auf eine digitale Revolution zu warten. Draußen sollten doch die Schneeflocken alles um uns herum in weiße Watte hüllen und den Stimmungsteppich ausrollen. Was mache ich? Ich sitze hier am Schreibtisch und mache mir Gedanken, was wir als Dienstleister noch besser für unsere Kunden machen können. Dabei bieten wir einen Notfall-Service 24x7x365 Tage für unsere Kunden an. Ob das ästimiert wird? Keine Ahnung, ja, vielleicht doch! Arbeit steht doch an erster Stelle. Für mich so logisch wie das Atmen. Meine Kinder sind jetzt schon groß und haben damals vielleicht das gemeinsame öffnen der Kalendertürchen mit mir vermisst. Ganz sicher sogar. Schlechtes Gewissen breitet sich aus. Zu spät. Entschuldigend könnte man noch einbringen, dass die Arbeit doch vor geht und zumindest den Wohlstand sichert. Advent hat in unserem Kulturkreis eine ganz besondere Bedeutung und sich Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, ist ein Teil davon. Dabei geht es nicht darum jeden Tag ein Türchen zu öffnen und die ach so süße Schokolade zu genießen. Vielleicht geht es aber darum, sich in Erinnerung zu rufen, Zeit und Schokolade zu teilen. Es geht sicher nicht darum im Konsumrausch vollgepackt mit Geschenken umher zu rennen. Die Adventszeit ist nämlich auch eine Zeit, in der man sich mit Freunden trifft. In der es wieder kalt wird, so dass man gerne zuhause Wärme genießt. In der es schön ist, mit der Familie zusammenzukommen. In der man während der Feiertage abschalten kann und soll. Die Adventzeit hat im Business wenig Aufenthalt. Der Jahresendspurt hat begonnen und was doch nicht alles noch zu erledigen ist. Es gab im abgelaufenen Jahr viele gute Tage, dafür können wir dankbar sein. Die paar schlechten Tage können wir hoffentlich auch annehmen und richtig einordnen. So, jetzt freue ich mich auch auf die Weihnachtszeit. Jedes Jahr ein schönes Gefühl das Türchen zum 24ten aufmachen zu dürfen. Ja, es macht mir Spaß. Und vielleicht beschere ich dadurch dem einen oder anderen Leser ein ähnliches Gefühl, wie damals, als man kurz davor war, ein neues Türchen im Adventskalender zu öffnen …