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Digitale Transformation klingt gut, was nun?

Derzeit gibt es wahrscheinlich eine Lücke zwischen der bisherigen strategischen Absicht eines Unternehmens und einer Herangehensweise zur Gestaltung digitaler Transformation, neuer und/oder veränderten Geschäftsfeldanforderungen.

Die Einen meinen, dass eh schon alles digital ist und das bestehende Geschäft sich in derselben Dynamik wie bisher weiter entwickeln kann. Die Anderen wissen noch nicht so recht, was der Begriff „digitale Transformation“ per se beinhaltet und picken sich, oder auch nicht, ihre eigene digitale Vorstellung heraus, die favorisiert oder abgelehnt wird. Nur die Zukunft hat mit den Themen KI (Künstliche Intelligenz), Chatbot, Blockchain, IoT (Internet of Things) und Robotern einen neuen Schub in den Startlöchern, der durch nichts aufzuhalten sein wird. Die technischen Grundlagen sind mittelfristig nicht so sehr das Problem. Es sind die Geschäftsmodelle auf Basis dieser Entwicklungen, die den Takt vorgeben und Veränderungen erzwingen werden. Zwei kleine Geschichten zeigen die neue digitale Transformation auf:

Geschichte 1: Wasserspender für den Obstbau im Vintschgau Südtirol/Italien ist unter anderem der Fluss Etsch. Im Trentino oder südlicher hatte die Landwirtschaft kein oder viel zu wenig Wasser zur Verfügung. In Verona sieht jeder Tourist das armselige Rinnsal, das übrig geblieben ist. Eine neue Gesetzgebung verlangt eine steuerbare Wasserentnahme, um Umweltschutz und sonstige Anforderungen erfüllen zu können. 

Geschichte 2: Bei einer großen Kundenveranstaltung in New York wurde die neue Strategie eines Lichtkonzerns vorgestellt. Einer der großen Kunden, eine  Kaufhauskette, gab zur Antwort: „Das ist ja alles interessant, was wir hier alles in die Haustechnik steuern könnten. Nur, Strom ist in den USA so billig, dass wir hier nicht sparen müssen und auch nicht wollen. Was mich aber interessieren würde, sind die Daten der Käufer. Wer steht vor dem Regal? Wie weit ist der Wohnsitz entfernt? Welche Verkehrsmittel wurden genutzt? Welches Produkt wurde angesehen oder gekauft? Wie hoch ist sein Umsatz, wie oft ist der Käufer im Hause u.v.a.m. Mit diesen Daten möchten wir für unsere Kunden neue Verkaufsmodelle entwickeln, um als Anbieter on TOP sein zu können“

Beinharte Meldung. Was bleibt ist die Klärung, ob eine tatsächliche Strategieänderung notwendig wird oder diese Anforderung ein neues Geschäftsfeld eröffnet.

Quelle: geralt/pixabay