1
 

Work-Life-Balance: Future of Work!

Waren es bis vor kurzem noch die Vorgaben der Generation Y auf deren Wunsch nach Individualität und Flexibilität man sich doch einstellen muss.

Aber wer soll sich da noch auskennen. Also zurück an den Start! Die junge Generation hat in unseren Wirtschaftslagen beinhart erlebt, dass sich die Träume der Vorgänger über Sinnhaftigkeit, Abwechslung und Selbstverwirklichung im Arbeitsleben – auf einen Nenner gebracht „viel Freizeit und trotzdem viel Geld“ – nicht erfüllt haben. Sie ist auf dem harten Boden der Realität angekommen und hat begriffen: „Ohne Geld ka Musi“. Jobsicherheit statt Selbstverwirklichung steht im Ranking wieder ganz vorne, als ob sie erahnen würden, dass sie sich in den kommenden Jahren auf zunehmend schnelllebige Jobprofile und Arbeitsstellen einstellen müssen. Laut einer aktuellen Umfrage unter knapp 1.500 XING-Mitgliedern arbeiten 17 Prozent der Mitglieder bereits heute auf freiberuflicher Basis. Auch die digitale Transformation wird ihren Beitrag leisten, da neue Arbeitsformen entstehen werden. Ein Hoch der guten alten Arbeitszeit? Ob nun eine Work-Life-Balance neu erfunden werden muss und wir uns nur im Kreis gedreht haben, bleibt derzeit unbeantwortet. Ich denke, dass wir uns dem Zeitgeist anzupassen haben und gleichzeitig die Balance halten müssen. In keine Richtung zu übertreiben. Unser Geist, unser Körper, braucht einen Ausgleich, um die „Batterien“ wieder aufladen zu können. Wie ich festgestellt habe, sind gerade jüngere Arbeitnehmer wieder stärker auf familiäre Werte fokussiert. Gleichzeitig setzen sich diese auch mit hohem Einsatz für ihren Job ein. Nicht aus hierarchischen Gründen, nein, einfach weil der Job Spaß macht. Daher wird die Empfehlung ausgesprochen, dass sich auch die Arbeitgeber stärker um eine klare Freizeit am Feierabend und am Wochenende kümmern sollten. Diese Bindung ist ein Vorteil im Wettbewerb um die besten Fachkräfte. Wir werden uns über all die existenziellen und essenziellen Themen, die jeden von uns betreffen, die meisten Gedanken machen müssen. Werde ich auch in Zukunft eine Arbeit haben – in drei, fünf oder sieben Jahren? Wie wird diese aussehen? Was brauche ich, um diese Jobs ausfüllen zu können? Was tun wir als Unternehmen, um neue Tätigkeiten und Jobs zu schaffen? Wir werden uns an die Anforderungen anpassen müssen. Es sind die technologischen Herausforderungen, Hand in Hand mit den Marktbedürfnissen und (digitalen) Trends, die uns in die neuen Wege leiten werden.