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Mitarbeiter wünschen sich klare Strukturen

Drei Trends scheinen dem Wunsch nach Individualität und Flexibilität eine neue Richtung zu geben:

  • Jobsicherheit statt Selbstverwirklichung
  • Work-Life-Separation statt Work-Life-Blending
  • Klare Strukturen und Führung statt spannende Herausforderungen 

Der Wandel im Arbeitsmarkt stellt das Unternehmen und die MitarbeiterInnen vor große Herausforderungen hinsichtlich Weiterbildung und Flexibilisierung. Jüngste Erhebungen zeigen, dass jüngere ArbeitnehmerInnen wieder mehr Jobsicherheit und stabilere Arbeitsbedingungen wünschen. Das aufeinander abzustimmen könnte in den kommenden Jahren eine zentrale Herausforderung mit Spagat werden. Bis vor kurzem war es doch noch das Credo Individualiät und Flexibilität der „Generation Y“, auf das man sich hat einstellen müssen. Die Forderung nach grenzenloser Freiheit in der Arbeit weicht jetzt plötzlich einer Jobsicherheit und stabilen Arbeitsbedingungen? Auch der Ruf nach radikaler Führung, offensichtlich nicht nur im Arbeitsprozess, wird lauter. Ich glaube noch nicht so recht daran, dass deswegen die junge Generation Eigenständigkeit und Verantwortung aus der Hand geben will. Wir brauchen doch den Freigeist des Einzelnen, der im Prozess dessen was er tut, Freude verspürt. Schon bisher haben das Unternehmen und die MitarbeiterInnen für eine Work-Life-Balance Sorge getragen. Was soll sich da ändern? Die Obsorge für die MitarbeiterInnen war schon bisher eine der zentralen Aufgaben der Unternehmen. Wenn der Wunsch nach Hierarchien wieder laut wird, ist das vielleicht ein erhobener Finger in Richtung der vielfach praktizierten Führungsmethoden: „Mach mal, aber mach es gut und lass mich außen vor.“ Erhebungen zufolge werden Herausforderungen nicht mehr so stark geschätzt, seltener Autoritäten widersprochen und direkte Konfrontation vermieden. Dies klingt fast wie eine Abkehr vom Ausbau agiler Strukturen und nach einer Forderung von Hierarchien. Hoffentlich nicht so etwas wie ein stehender Wasserfall oder gar einer Biedermeier Mentalität. Ich bin guten Mutes. Die neuen Generationen werden noch viel besser als wir es waren!

Quelle: geralt/pixabay