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Die Umsetzung der Unternehmenskultur

...ist eine harte Nuss, die es zu knacken gilt. Kommunikation- und Gesprächskompetenz sind erlernbar.

Kultur ist irgendwie unsichtbar und doch ganz selbstverständlich notwendig, damit Organisationen funktionieren können. In der Selbstdarstellung klappt das alles, weil wir doch alle die Guten sein wollen. Wie schaut das in der Realität aus? Die Mehrzahl der Unternehmensübernahmen, Abteilungszusammenlegungen, Geschäftsfelder, etc. scheitert in der Zusammenarbeit. Zum Beispiel meinen wir mit interkultureller Zusammenarbeit die Integration von Kulturunterschieden anderer Nationen, die als herausfordernd bis zermürbend wahrgenommen werden. Da können wir mit dem Finger auf die anderen zeigen. Wie sieht es jedoch mit der Kultur aus, wenn keine „Fremden“ im Spiel sind. Wenn die „Fremden“ einfach nur die anderen sind. Entwicklungs- oder auch Innovationsprozesse kommen dann einfach nicht vom Fleck. Grabenkämpfe und Versteckspiel sind dann Ursachen für Bewegungslosigkeit. In der Führung von Organisationen ist Kultur die härteste Nuss. Im Berufsalltag gilt es ständig zu kommunizieren und das funktioniert „naturgemäß“ nicht immer reibungslos. Ein falscher Ton oder eine unüberlegte Bemerkung zu durchaus sachlichen Themen, kann leicht zu Unstimmigkeiten führen. Entscheidungen werden dann einfach blockiert, die Kommunikation auf ein Minimum beschränkt. Potenzielle Missverständnisse in der Kommunikation werden dann noch durch verbale und nonverbale Signale verstärkt. Ohne Kommunikation wird ein Verstehen nicht möglich sein. Wir müssen zuhören lernen. Nur so gewinnen wir Vertrauen. Aktives Zuhören ist heute eine rare Qualität. In heutigen Meetings demonstrieren wir mit aufgesetzter Gleichgültigkeit eine nonverbale Kommunikation. Das SmartPhone, das Beantworten von E-Mails und die Demonstration ständiger Erreichbarkeit, erleichtert uns nichts zu sagen und sich um den Diskussionsbeitrag zu drücken. Nicht selten sind wir in einem Gespräch mit unseren Gedanken längst woanders oder überlegen uns eine Gegenargumentation. Die Qualität eines Gesprächs hängt jedoch von der Bereitschaft einander zuzuhören ab. Denn wir alle merken genau, ob uns unser Gesprächspartner auch wirklich zuhört. Aus dem Zuhören sollte die Bereitschaft zur Diskussion erfolgen, um jenen Beitrag zu liefern, der zu einem gemeinsamen „Ziel“ beiträgt.

Quelle: geralt/pixabay