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"War of Talents" am Arbeitsmarkt?

Fachkräfte oder neudeutsch gesagt "Best Talents" zu suchen, ist schwierig und wird für Unternehmen zunehmend schwieriger.

Immer weniger qualifizierte Mitarbeiter können auf dem Arbeitsmarkt rekrutiert werden und so peu à peu scheint sich ein „War of Talents“  anzuschleichen. Darum geben sich die Unternehmen viel Mühe, diese für ihr Unternehmen zu begeistern und daran zu binden. Es werden immer mehr zusätzliche Dinge wie die Bezahlung des Umzuges, die Hilfe bei der Wohnungssuche und die Jobvermittlung für den Partner angeboten. Neu, na ja, nicht wirklich neu, ist die Kannibalisierung in den Branchen. In der Not werden die Entgeltsysteme überboten, um die gewünschte Fachstelle auch besetzen zu können. Dabei ist zu beachten, dass nicht nur die Bindung von neuen Talenten einen Stellenwert hat. Noch wichtiger ist die Entwicklung interner Talente im Unternehmen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor. Es bedarf daher Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen, um auch den Soft Skills in einer Ausgewogenheit Raum zu geben.

Der Spagat in der Optimierung des Besetzungsprozesses wird trotz künstlicher Intelligenz und Roboter-Einsatz auch in Zukunft vielleicht noch eine „Bauchentscheidung“ sein. Wo Menschen sind „menschelt“ es auch. So ganz neu ist die digitale Unterstützung auch wieder nicht, werden Auswahlverfahren doch durch digitale Assessments unterstützt und die Bewertung und dezidierte Entscheidung obliegt dem Entscheider Mensch. Können Maschinen intelligent sein? Wenn wir unter Intelligenz verstehen, schnell und fehlerfrei Rechenregeln anwenden zu können, um vorher bekannte Probleme zu lösen, dann sind Maschinen schon lange intelligent und das sollten wir in den Auswahlprozessen auf jeden Fall nutzen. Aber wie erwähnt! Derzeit suchen wir händeringend die für uns richtige Fachkraft, in erster Linie mit viel Hausverstand und nicht die so viel zitierten Tausendsassa. Manchmal müssen auch Kompromisse eine Brücke schlagen. Der Spagat bleibt offensichtlich bestehen!